Buchtipps

Bücher zum Thema Trauer

Trauer: Forschung und Praxis verbinden

© Vandenhoeck Ruprecht Verlage

– Heidi Müller, Hildegard Willmann –

Das Thema Trauer hat auch in Deutschland Konjunktur. Professionelle, die mit Trauernden zu tun haben, informieren über ihre Erfahrungen in den Medien. Vieles von diesem Wissen beeinflusst die gesellschaftlichen Vorstellungen von Trauer. Doch welchen Nutzen hat das Erfahrungswissen? Hilft es wirklich zu verstehen, wie die Mehrheit der Menschen Verluste verarbeitet, oder erfahren wir eher, wie der Einzelne mit seinem Schicksal umgeht? Warum finden zentrale Themen, die international zum Standardrepertoire von Fachkräften gehören, hierzulande kaum Anwendung? Häufig liegt es an der fehlenden Kenntnis über aktuelle Entwicklungen in der internationalen Trauerforschung. Das Buch schließt diese Lücke und stellt zentrale Themen vor, die aktuell von Wissenschaftlern und Praktikern auf der ganzen Welt diskutiert werden. Damit gibt es Antworten auf Fragen wie zum Beispiel: Wieso leiden einige Menschen mehr unter einem Verlust als andere? Unter welchen Bedingungen ist eine fortgesetzte Bindung zum Verstorbenen ungünstig oder hilfreich? Erst wenn Erfahrungswissen und wissenschaftliche Erkenntnisse miteinander verbunden werden, können Menschen realistische Vorstellungen davon entwickeln, wie Betroffene Verluste verarbeiten. Und vor diesem Hintergrund lässt es sich besser entscheiden, wie wir ihnen hilfreich zur Seite stehen können.

www.vandenhoeck-ruprecht-verlage.com

So sterben wir

Was passiert, wenn wir sterben?

– Roland Schulz –

Abschied Trauer Bestattung

© Piper Verlag GmbH

Was passiert mit deinem Körper, wenn du stirbst? Was fühlst du – Trauer, Schmerz? Und dann, wenn dein Herzschlag verstummt ist? Was geschieht mit deinem Leichnam, bis du bestattet wirst? Wie wird man um dich trauern?
Sterben, Tod und Trauer sind unumgänglich, für jeden von uns. Und doch wissen wir kaum etwas darüber. Roland Schulz findet Worte für das Unbeschreibliche und gibt Antworten auf die tiefsten Fragen des Lebens.
 »Tage vor deinem Tod, wenn noch niemand deine Sterbestunde kennt, hört dein Herz auf, Blut bis in die Spitzen deiner Finger zu pumpen. Wird anderswo gebraucht. In deinem Kopf.«
Mit diesen Worten nimmt Roland Schulz den Leser mit auf die letzte Reise. Eindringlich beschreibt er, was wir während unserer letzten Tage und Stunden erleben. Er verfolgt die Reise des Körpers von der Leichenschau bis zur Bestattung und fragt schließlich, was Sterben und Tod für diejenigen bedeutet, die zurückbleiben: Wie trauern wir – und wie können wir weiterleben
Ein aufwendig recherchiertes Buch, kraftvoll und voller Menschlichkeit.

www.piper.de

Warum hast du uns das angetan?

Ein Begleitbuch für Trauernde, wenn sich jemand das Leben genommen hat
Chris Paul –

Buchumschlag: Warum hast du uns das angetan?

© Goldmann Verlag,
www.goldmann.de

Diese Frage verstößt gegen ein Tabu.

Nach einer Selbsttötung wagen es Angehörige meist nicht, ihre eigenen Gefühle der Einsamkeit, Wut und Ohnmacht in den Mittelpunkt zu stellen. Chris Paul beschreibt für Angehörige und alle, die ihnen helfen wollen, Schwierigkeiten und Chancen des Trauerns, wenn ein Mensch sich das Leben genommen hat.  

 

 

Kinderbücher :

Ente, Tod und Tulpe

– Wolf Erlbruch –

Buchumschlag: Erlbruch, Ente Tod und Tulpe
© Verlag Antje Kunstmann GmbH, München 2007 www.kunstmann.de

Irgendwann stellt jedes Kind die Frage nach dem Tod. Ganz unbefangen. Alle Eltern wissen das und haben selten eine unbefangene Antwort parat. So selbstverständlich der Tod im Leben ist, so selbstverständlich gehört er ins Kinderbuch. In Wolf Erlbruchs Ente, Tod und Tulpe ist der Tod ein leichtfüßiger Begleiter, schon immer da, man merkt es nur nicht: Schon länger hatte die Ente so ein Gefühl. „Wer bist du und was schleichst du hinter mir her?“ „Schön, dass du mich endlich bemerkst“, sagte der Tod. „Ich bin der Tod.“ Die Ente erschrak. Das konnte man ihr nicht übel nehmen. „Und jetzt kommst du mich holen?“ „Ich bin schon in deiner Nähe, so lange du lebst nur für den Fall.“ „Für den Fall?“ fragte die Ente. „Na, falls dir etwas zustößt. Ein schlimmer Schnupfen, ein Unfall, man weiß nie.“  

Gehört das so??!

Die Geschichte von Elvis
– Peter Schössow –

Auf einmal ist sie da, die Kleine mit der viel zu großen Lacklederhandtasche, stiefelt durch den Park und meckert die Leute an. Ist die noch ganz bei Trost? Das kann man doch nicht machen, einfach so! Und wenn die Kleine einen Grund für ihre schlechte Laune hätte? Und der Grund hieße Elvis? Das wäre natürlich ganz was anderes.  

Die besten Beerdigungen der Welt

– Ulf Nilsson und Eva Eriksson –

Buchumschlag: die besten Beerdigungen der Welt
© Moritzverlag, www.moritzverlag.de

Ester ging auf der Lichtung hin und her. Sie dachte nach und dann hatte sie eine Idee. „Die ganze Welt ist voll von Toten“, sagte sie. „In jedem Gebüsch liegt ein Vogel, ein Schmetterling, eine Maus. Jemand muss nett sein und sich um sie kümmern. Jemand muss sich opfern und sie beerdigen.“ „Wer?“, sagte ich. „Wir“, sagte sie.  

Und was kommt dann?

Das Kinderbuch vom Tod
Pernilla Stalfelt –

Buchumschlag: Und was kommt dann?
© Moritzverlag, www.moritzverlag.de

Sterben müssen Mensch und Tier und können tun sie nichts dafür. Es stirbt der Regenwurm am Haken, die Fliege stirbt, es sterben Schnaken. Die Blume welkt und wird zu Erde. Das Gras wird heu und schmeckt der Herde. Der Mensch wird alt und mag nicht sehr. Auf Sommer folgt der weiße Schnee. Auf Leben Tod, das ist okay. Danach ist alles nicht mehr schwer und die Toten werden mehr.  

Ein Stern namens Mama

– Karen-Susan Fessel –

Buchumschlag: ein Stern Namens Mama
© Oetinger Verlag, www.oetinger.de

Wenn die Menschen gestorben sind, werden sie zu Sternen, hat Mama gesagt. Natürlich weiß Louise, dass Sterne eigentlich kleine Himmelskörper sind, die von der Sonne angestrahlt werden. Aber schließlich ist das Weltall noch nicht so ganz erforscht. Kann also immerhin sein, dass Mama jetzt tatsächlich ein Stern ist, der vom Himmel auf sie und Ruben und Papa runterleuchtet und deshalb immer bei ihnen sein wird, oder?